
"Ungarndeutsche Persönlichkeiten, Institutionen, Ämter" Programme im Schülerwohnheim
Unter diesem Motto starteten wir gleich
nach der Einweihung unseres Schülerwohnheimes eine Vortragsserie, in
der wir Amtsträger, Aktivisten und Persönlichkeiten zu je einem
Treffen mit unseren Schülerheimbewohnern einladen, die dann im Rahmen
eines Vortragsgespräches über ihren Alltag, Aufgaben und
Zielsetzungen erzählen, und somit das nun schon breite Feld unserer
Errungenschaften im Bezug auf unsere ungarndeutsche Einrichtungen
vorstellen, um diese der Schülerschaft nahe zu bringen.
Es ist
eine stolze Zahl von in den vergangenen 30 Jahren auf -und
ausgebautem Innstitutionsnetz, mit dem wir uns nun schon wirklich
zeigen können, und der Prozess des Vowärtsganges hällt "Gott
lob" nicht still.
Den Kern dabei bildet zweifelsohne die
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, die ja das
Hauptvertretungsorgan der Ungarndeutschen ist, die überhapt für das
"ungarndeutsche Sein", für Sprache, Unterricht, Kultur und
Beziehungen der hauptsächliche Würdenträger ist.
Selbst unser
Schülerwohnheim "Valeria Koch" ist ja Eigentum der
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. Gehen wir aber mal der
Reihe unserer bisherigen Veranstaltungen nach, und es stellt sich
heraus was wir wirklich alles so haben.
Was und wer ist die GJU
(Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher)? Darauf gab die Lehrerin
unseres Schulzentrums, Adrienn Szigriszt, die damals noch das Amt der
Präsidentin der Gemeinschaft begleitete, ausführliche Antwort mit
einem zusätzlichen heiteren Gesellschaftsspielabend ergänzt.
Was
es heißt heutzutage Ungarndeutscher zu sein, damit befasste sich in
einem vielseitigen Vortrag, Hauptdirektor unseres Schulzentrums, Dr
Gábor Frank.
Das Büro der Branauer und Schomoder Deutschen
Selbstverwaltungen stellte Büroleiter, Zoltán Schmidt vor. Gast zu
einem weiteren Treffen mit unseren Schülern war die Referentin des
Amtes für Nationale und Ethnische Minderheiten, Lívia Schubert aus
Budapest. Eva Gerner die Chefredakteurin von "Unser Bildschirm"
sprach mit einem Filmbeitrag ergänzt über Ziel und Aufgabe, Inhalt
und Wesen der Ungarndeutschen Fernsehprogramme. Otto Heinek,
Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen sprach
über den sehr breiten Aufgabenbereich des Amtes unserer
Landesselbstverwaltung und der Wichtigkeit der Beibehaltung unserer
Ungarndeutschen Identität.

Trachten
- Ausstellung
Das Fünfkirchner "Lenau Haus"
und den ungarndeutschen Dichter, Nikolaus Lenau, präsentierte Leiter
des Lenau Hauses: Johann Habel. Unsere Schüler konnten einen
vielseitigen Einblick über die Tätigkeit des Lenau Hauses erhalten,
bekamen aber auch Inspirationen und Möglichkeiten zur Orientierung in
Beziehung ihrer schulischen Pläne und Vervollkommnung der deutschen
Sprachkenntnisse.
Nicht weniger interessant war auch die
darauffolgende Begegnung mit Professorin Frau Dr Elisabeth Knipf, die
die Arbeit und Erwartungen auf den Lehrstühlen für Deutsche Sprache
und Literatur in Fünfkirchen bzw. Budapest (ELTE) den Schülern näher
brachte. Recht interessiert waren die Schüler auch an den neuen
Aufnahmemethoden für die Hochschulen und Universitäten, die ja ab
diesem Studienjahr ihren Anlauf nehmen werden.
Einen weiteren
Gastvortrag hielt unser Schülerheimbewohnern, Johann Schuth, der
Chefredakteur der Neuen Zeitung, des Wochenblattes der
Ungarndeutschen, gleichzeitg auch Redakteur des Deutschen Kalenders
und Leiter der literarischen Sektion der Ungarndeutschen. Bereits
seit 50 Jahren gibt es eine Wochenzeitung für das Ungarndeutschtum.
Ein halbes Jahrhundert ist auch im Leben einer Volksgruppe eine
beträchtliche Zeit.
Sehr vieles geschah, ist ja die Zeit selbst in
ständigem Wandel. All dies ist im "Spiegel der Ungarndeutschen",
wie die Zeitung als Funktion und auch Inhalt, auch zu bezeichnen ist,
zu jeder Zeit sichtbar und nachlesbar. Nicht weniger bedeutend ist
dabei der jährlich erscheinende Deutsche Kalender, und beide, Zeitung
und Kalender waren, ja die "Wiege" der neugeborenen
Ungarndeutschen Literatur, deren markante Vertreterin ja auch die
Namensgeberin unseres deutschen Bildungszentrums Valeria Koch war.

Trachtenschau
Wir sind noch lange nicht am Ende
dieser Serie, weil wir "Gott sei Dank" noch sehr- sehr
viele interessante Beispiel gebende Persönlichkeiten um uns herum
haben. Auch unsere Einrichtungen und Ämter wachsen und gedeihen
weiter. Jüngstens wurde z.B. ein Informationsbüro für Ungarndeutsche
Angelegenheiten im Deutschen Haus in der Lendvay Str.22 in Budapest
ins Leben gerufen.
Auch die in unserem Lande angesiedelten
deutschen, österreichischen Stiftungen und Institute wollen wir
unseren Schülern näher bekannt machen, damit sie nicht lange suchen
müssen, falls sie Fragen oder Probleme haben und um sich gut und
schnell und an der rechten Stelle informieren und korrekte Auskunft
bekommen zu können.
Darüber hinaus hatten wir noch eine Reihe von
weiteren interessanten Veranstaltungen. Theaterbesuche auch bei der
Deutschen Bühne in Szekszárd, Studententheater aus dem Ausland
gastierten bei uns, interessante Vorträge gab es aus dem Bereich
Gesundheitswesen, aber auch aus dem direkten schulischen Bereich wie
z.B. Lernmethoden, bis zu den ganz persönlichen Gefühlen von
Freundschaft und Liebe, Tugenden usw. Wichtig dabei ist die
Erweiterung des Horizonts für neue Kenntnisse, Erfahrungen und der
Gebrauch der deutschen Muttersprache.
Ganz einfach, wir wollen
Hilfe zur Selbsthilfe,aus erster Hand, unseren Schülern leisten!
Willy Graf

Projekt
– Ausstellung