Die Fachschaft für deutsche Sprache und Literatur stellt sich vor…

In unserer Schule sind das Erlernen der deutschen Sprache und die Pflege der Traditionen der Ungarndeutschen sehr wichtig. Dieser Zielsetzung sind unsere Aufgaben untergeordnet. Im Rahmen des Sprachunterrichts erweitern wir die Sprachkenntnisse der Schüler mit Hilfe moderner, aktueller Zeitungsartikel den vorgeschriebenen Themen entsprechend. So können wir ihnen die heutige deutsche Sprache beibringen. Die Pflichtlektüren dienen auch diesem Zweck. Wir halten auch die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben für wichtig. Von diesen Wettbewerben hat aber der Landeswettbewerb für Minderheitensprache den Vorrang. In diesem Schuljahr können 3 Schüler – Adrienn Balázs 11.b, Virág Szalai 12.a, János Kisuri 12.b - an der Endrunde teilnehmen. János Kisuri hat den 4., Virág Szalai den 5. Platz belegt. Die Vorbereitung hat viel Zeit und Energie gekostet, aber es hat sich gelohnt, denn sie haben im Abitur Oberstufe in Deutsch und damit die Sprachprüfung erreicht! In den Unterrichtsstunden erfolgt die Vorbereitung auf das Sprachdiplom. Die Vorbereitungen beginnen oft schon in der 11. Klasse mit der Auswahl der Themen. Dann folgt die Erstellung der Projektarbeit. In der 12. Klasse werden u. a. das Hör- und Leseverstehen und das Vorlesen geübt. Jedes Jahr bestehen 99% der Schüler diese Prüfung. In diesem Schuljahr haben wir die sog. „Pilotprüfung“ organisiert, an der Schüler und Kollegen aller DSD-Schulen der Region teilgenommen haben.
Andere Schüler nehmen an verschiedenen Rezitationswettbewerben teil: Attila József in der Bibliothek, Valeria Koch – organisiert vom Klara-LeÅ‘wey-Gymnasium in Pécs. 4 Schüler haben sich am Dolmetscherwettbewerb der deutschen Nationalitätenschulen in Pécs beteiligt. Von denen hat Márk Vörös 11.B Klasse den ersten Platz in der Kategorie der Elfklässler belegt und eine Reise nach Deutschland im Sommer gewonnen. Die anderen Teilnehmer – Melinda Becker 11.B, Virág Szalai 12.A und Miklós Schmid 12.B – waren auch platziert. Wir wollen unseren Schülern immer wieder die Möglichkeit sichern, in verschiedenen Kulturgruppen tätig zu sein. So setzte die Theatergruppe ihre Tätigkeit in diesem Jahr fort. Einer der Vorläufer, Fábián Vörös hilft uns bei dieser Tätigkeit, denn er war früher Mitglied. In diesem Jahr studieren die Schüler Kleists Werk „Der zerbrochene Krug“ ein. Dieses Stück haben wir am 14. April am Budapester Theatertag aufgeführt. Wegen Zeitmanagement ist die Arbeit etwas mühsam. Es sind noch Schüler, die sich fürs Theater interessieren, herzlichst erwartet.
Die Schüler, die gut singen können, sind im Nationalitätenchor. Sie treten nicht nur an den Festen in der Schule, sondern auch z.B. an der Heiligen Messe in der Innenstädtischen Kirche auf. Wie schon erwähnt liegt uns die Traditionspflege am Herzen. Im Rahmen der Minderheitenkunde beschäftigen wir uns mit der Geschichte und Gegenwart, sowie mit den Sitten und Bräuchen der Ungarndeutschen. Mit dem Unterricht dieses Faches verfolgen wir mehrere Ziele: Einerseits dient es der Vorbereitung auf das Abitur, andererseits auf den Landeswettbewerb. Die Klassen haben in diesem Jahr verschiedene Projekte durchgeführt:

9.a mit der 5.a zusammen im Rahmen des Programmes „Pietas“: „Oma- und Opa Projekt“
9.b „Super-Urgroßmütter“
10.a Ungarische Minderheit in Burgenland
10.b Ungarndeutsche Dörfer in Süd-Ungarn (Power Point)
11.a Waschen zu Großmutters Zeiten
11.b Minderheiten in Siebenbürgen

Zur Traditionspflege gehört auch, dass wir in den letzten Jahren in der Pécser Kathedrale in dem Weihnachtsprogramm mit einem „Chriskindlspiel“ in der Tracht auftreten. Die Zehntklässler unter der Leitung ihrer Klassenleiter veranstalten jedes Jahr den traditionellen Schwabenball. Die Organisation ist so gut, dass unser Schwabenball nicht nur in Pécs, sondern auch in der Umgebung einen guten Ruf genießt. Jedes Jahr veranstalten wir „Projekttage“. Denkt bitte nur an das „Kirmesfest“, die Hochzeit und das „Schulprojekt“! In diesem Jahr erstellen die Klassen nach Jahrgängen ein Projekt. Es werden u.a. die Minderheiten in Ungarn, die ungarische Minderheiten ausserhalb der Grenze Ungarns untersucht. Sogar die Religionen werden auf der Landkarte dargestellt. Wir sind der Meinung, dass wir die noch vorhandenen Sitten und Bräuche sammeln und für die Zukunft aufbewahren und weitergeben müssen.
In diesem Jahr ist das neue Abitursystem eine Herausforderung sowohl für Lehrer als auch für Schüler, denn ein neues System, neue Lehr- und Lernmethoden müssen angeeignet werden. Die nötigen Vorbereitung im Interesse einer erfolgreichen Prüfung haben wir schon im November getan, als die Kollegen an der Weiterbildung teilgenommen haben. Seitdem werden den Schülern solche Aufgabentypen gestellt, die im Abitur vorkommen können. Sogar die Bewertung der Schülerarbeiten entspricht den Anforderungen dieses neuen Systems. An der Erarbeitung der Prüfungsanforderungen, sowie der methodischen Hinweise für Lehrer haben mehrere Kollegen mitgearbeitet: Elisabeth Zwickl – Deutsche Sprache und Literatur, Ibolya Hock-Englender und dr. Gábor Frank – Minderheitenkunde.

József Weigert Leiter