Nach den schönen Tagen in Berchtesgaden
sollten wir nicht lange warten und der 7. Oktober war schon da. Alles
wurde vorbereitet und viele Programme wurden für unsere Gäste
zusammengestellt. Die deutsche Gruppe kam an einem Donnerstagabend
mit dem Zug in Pécs an und so begann unsere gemeinsame Woche. Der
erste Tag fand traditionell in der Schule statt. Nach der offiziellen
Begrüßung nahmen die Schüler an einer Schul-Rallye teil, um unser
Schulzentrum näher kennen zu lernen. Dann brachen sie mit den
Partnern auf und besuchten die berühmten Sehenswürdigkeiten der
Stadt. Wir bewunderten die Kathedrale und die Überreste der
römischen und osmanischen Kultur, aber den größten Eindruck hatten
die unzähligen rostigen Schlösser, die traditionell als Symbol für
die Verbundenheit mit der Stadt oder mit einem Menschen an einen
kleinen Gitterzaun gehängt werden. Danach ging es ins Wochenende.
Hier fanden viele Besuche und Ausflüge mit den Gasteltern in
verschiedene Städte oder in die Berge statt. Nur das Wetter zeigte
sich von der schlechten Seite, es war kalt und regnerisch. Am Montag
konnten die Gäste den Schulalltag erleben. Geschichte, Physik,
Biologie, Erdkunde und Chemie standen auf dem Stundenplan. Die Kinder
folgten mit großer Aufmerksamkeit und Neugier dem Unterricht. Nach
der harten Arbeit hat ihnen das Bowling viel Spaß gemacht. Am
folgenden Tag traf man sich vor dem Schulgebäude, um von dort aus
nach Abaliget und Orfű zu fahren. Der Besuch in der Tropfsteinhöhle
und das Minigolf gaben wieder guten Anlass zu Unterhaltungen. Am
Mittwoch konnte man in der Schule viele nützliche ungarische Wörter
und Ausdrücke erlernen, im Werken basteln und im Kunstunterricht
etwas Schönes malen, nachdem man im Vasarely-Museum interessante
Ideen gesammelt hatte. Am Nachmittag trafen wir uns mit niedlichen
Tieren im Aquarium-Terrarium.
Der Donnerstag brachte noch neue
Erlebnisse. Nicht nur die Gäste, sondern auch die ungarischen Schüler
waren jetzt zum ersten Mal auf dem Judenfriedhof und in der Synagoge.
Dann gab es noch ein wenig Freizeit und es begann die Abschiedsparty,
wo bei einem Buffet auch die Eltern ihre Erfahrungen des Austausches
gut gelaunt besprechen konnten. Am Freitag nahm dieser Austausch sein
Ende und unsere deutschen Gäste starteten zu ihrer Fahrt in die
Heimat.
Éva Lipták
Deutschlehrerin
