János Ritter Gedenkseite

János Ritter wurde am 4. September 1956 in Nagyárpád geboren.

Ab 1974 arbeitete er bis zu seiner Pensionierung als Dreher im Erzveredelungswerk der Mecsek Erzbergbaugesellschaft.

Seine musikalische Ausbildung absolvierte er an der Ferenc-Liszt-Musikschule in Pécs im Fach Klarinette. Als junger Musiker lernte er die traditionelle schwäbische Blasmusik im Ritter-Orchester, das sein Vater 1940 gegründet hatte, sowie im von Armin Ackermann geleiteten Blasorchester von Nagyárpád kennen. Durch das gemeinsame Musizieren mit den älteren Musikern konnte er den ursprünglichen Stil und die Darbietungsweise der schwäbischen Musik erlernen.

In der Ritter-Kapelle, deren Leitung er 1981 von seinem Vater übernahm, spielte die ganze Familie zusammen: der Gründer József Ritter sen., seine beiden Söhne – János Ritter und József Ritter – sowie die vier Enkelkinder Tamás, József, János und Szilvia.

Die in Süd-Transdanubien beliebte Kapelle erlangte bald landesweiten Ruhm. Sie spielte auf schwäbischen Hochzeiten und Bällen und sorgte bei Beerdigungen für Trauermusik. Sie war regelmäßiger Teilnehmer der nationalen schwäbischen Bälle in Pécs, Kaposvár und Budapest und nahm auch zahlreiche Einladungen aus dem Ausland an.

Ihre authentische Spielweise wurde vom Pécsi-Studio des Ungarischen Rundfunks in zahlreichen Tonaufnahmen festgehalten.

János Ritter wurde 1972 Mitglied des Pécsi Ércbányász Koncert Fúvószenekar (Fünfkirchner Erzbergmann Konzert-Blasorchester), ebenso verstärkte das gesamte Ritter-Orchester die „Ércbányász“.

Dank seines herausragenden musikalischen Talents und seiner instrumentalen Fähigkeiten konnte er schon bald als Konzertmeister des Orchesters tätig werden.

Nebenbei widmete er sich auch der Musikpädagogik und unterrichtete Holzbläser in Lippó.

Ab 2014 war er Mitglied der Alte Kameraden Blaskapelle und wurde später deren musikalischer Leiter.

In der Kapelle konnte er erneut an der direkten Weitergabe von Traditionen teilhaben, diesmal jedoch in umgekehrter Rolle. Junge Musiker konnten direkt vom alten Meister die stilvolle Darbietungsweise der schwäbischen Musik kennenlernen.

Mit großem fachlichem Know-how brachte er sich in die wertbewahrende Arbeit des Ensembles ein: in die Digitalisierung der handschriftlichen Notenmaterialien alter schwäbischer Blasmusikstücke und in den Arbeitsprozess der Tonaufnahmen.

Als Anerkennung für sein Lebenswerk wurde János Ritter 2023 vom Verband der deutschen Gemeinden in Baranya mit einer Urkunde „Für die Pflege der Volksmusik der Baranyaner Deutschen“ und 2024 mit dem „Ferenc Faluhelyi – Nationalitätenpreis der Stadt Pécs“ ausgezeichnet.

Fotoalbum über seinen Lebensweg

 

 

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